geändert: 25.08.2006
Prof. em. Dr. Friedrich Knilli
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| Tätigkeit | Prof. em für Allgemeine Literatur- und Medienwissenschaft |
| Telefon | priv:030-80903821 |
| Fax | 030-80903820 |
| friedrichknilli@gmx.de | |
| Sprechzeiten | nach Vereinbarung |
| Raum |
Interessen / Forschungsschwerpunkte
Publikationen
Veranstaltungen
Biographie
- Österreicher
- Jahrgang 1930
- Fachschulingenieur für Maschinenbau (1949)
- Promotion in Psychologie (1959)
- Habilitation in Allgemeiner Literaturwissenschaft (1972)
- seit 1972 ordentlicher Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Medienwissenschaft an der TU Berlin
- Zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und in Sammelbänden
Interessen / Forschungsschwerpunkte
- Bild der Juden und des Holocaust in den Medien
- Filmsemiotik
- Hörspieltheorie
Publikationen
- Bücher
- Das Hörspiel in der Vorstellung der Hörer (1959)
- Das Hörspiel (1961)
- Gewerbliche Leihbüchereien (1963, mit B. von Arnim)
- Deutsche Lautsprecher (1970)
- Einführung in die Film- und Fernsehanalyse (1971, mit E. Reiss)
- Semiotik des Films (1971),
- Die Unterhaltung der deutschen Fernsehfamilie (1971).
- Trivialliteratur (1963)
- Frühes deutsches Arbeitertheater (1970)
- Medien-Magazin 1 (1974)
- Literatur in den Massenmedien (1976)
- Holocaust zur Unterhaltung. Anatomie eines internationalen Bestsellers (1982, mit Zielinski)
- Betrifft: "Holocaust". Zuschauer schreiben an den WDR (1982, mit Zielinski)
- "Jud Süß", Filmprotokoll, Programmheft und Einzelanalysen (1983, mit Zielinski)
- Lion Feuchtwanger: ... für die Vernunft, gegen Dummheit und Gewalt (1985, mit Huder)
- Medium Metropole (1986, mit Nerlich)
- Reihe Germanistische Medienwissenschaft (mit Zielinski), Die Rolle der Medien in der Auslandsgermanistik (Teil 1, 1989, mit Matzker)
- Reihe Germanistische Medienwissenschaft (mit Zielinski), Fernsehspielforschung in der Bundesrepublik und der DDR 1950-1985 (Teil 2, 1989, Knut Hickethier)
- Reihe Germanistische Medienwissenschaft (mit Zielinski), Comicforschung in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1984, (Teil 3, 1989, Zielinski u. Matzker)
- Reihe Germanistische Medienwissenschaft (mit Zielinski), Der elektronische Literaturbericht. Das Datenbankprogramm "Jud Süß/Juden und Medien" (Teil 4, 1991, mit Matzker)
- Reihe Technical Writing (mit Bock und Noack), Band 1: G. Bock: Ansätze zur Verbesserung von Technikdokumentation (1993)
- Reihe Technical Writing (mit Bock und Noack), Band 2: C. Schwender: "Früher haben sir die Anleitungen nebenbei gemacht...." (1993)
- Reihe Technical Writing (mit Bock und Noack), Band 3: G. Bock (Hg.): Weiterbildung zum Technikautor (1994)
- Reihe Technical Writing (mit Bock und Noack), Band 4: C. Schwender: Wie benutze ich den Fernsprecher? (1997)
- "Es gibt Deutsche und Deutsche" (SFB, 1963)
- "Wo der Aar noch haust" (ORF 1964)
- "Die Lust am Kapitalismus" (zus. m. E. Reiss, WDR 1969)
- "Der Jude in uns" (zus. mit TU-Studenten, HR 1982)
- "Auf, Sozialisten, schließt die Reihen! Deutsches Arbeitertheater 1867-1918" (Dokument Fernsehspiel, NDR 1970, Adolf Grimme Preis 1971)
- S. Zielinski u. K. Hickethier (Hg.): Medien/Kultur. Knilli zum Sechzigsten.
(Mit)Herausgeber:
Zeitschriften
Hörspiele:
Drehbücher:
Festschrift:
Veranstaltungen (alle zeigen / alle verbergen)
- Wintersemester 2009 / 2010
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Termin: jeden letzten Freitag im Monat
Das Berliner Colloquium macht bekannt mit dem aktuellen Stand der universitären und außeruniversitären Medienforschung im Großraum Berlin.
Gäste und Gesprächspartner sind Master-Kandidaten, Doktoranden, „Doktorväter“ und Wissen-schaftler der TU, HU, FU, UdK, HFF, der Universität Potsdam und Medien-Experten verschiedener privater und öffentlich rechtlicher Einrichtungen in Berlin und Potsdam.
mehr ... - Sommersemester 2009
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Block-/Wochenendseminar
Termine:
Donnerstag: 23.04.2009 ; Einfuehrung 12-14 Uhr im Raum: H 3003 A Samstag: 25.04.2009; 10-16 Uhr im Raum H 1029
Sonntag: 26.04.2009; 10-16 Uhr im Raum H 1029
Samstag 02.05.2009; 10-16 Uhr im Raum H 3003 A
Sonntag 03.05. 2009; 10-16 Uhr im Raum H 3003 A
Fakultativ: Teilnahme an einer Exkursion auf den Spuren Lion Feuchtwangers im Juli nach Suedfrankreich (angefragt)
In den letzten Semestern beschaeftigten sich Seminare mit Lion Feuchtwanger und seiner Relevanz und Praesenz im aktuellen Literaturbetrieb. Dabei entstanden eine Ausstellung in der TUB, ein Internetportal und eine ganze Reihe von Kooperationen. Im SS 2007 wurde vom Seminar das vielbeachtete "Internationale Lion Feuchtwanger-Jahr" zwischen seinem 124. und
125. Geburtstag und rund um seinen 50. Todestag ausgerufen.
Im Rahmen des Seminars im Sommersemester 2009 soll nun ein Resuemee gezogen und in Buchform praesentiert werden. Dabei geht es um das Erarbeiten grundlegender Techniken der Buchpublikation, aber auch um das Analysieren der bisherigen multimedialen Arbeit. Die Hausarbeiten der Student(inn)en werden in dem entstehenden Buch unter dem Namen ihrer
Autoren veroeffentlicht.
Das Seminar wendet sich genauso an Studenten, die bereits an dem Feuchtwanger- Themenschwerpunkt mitgearbeitet haben, als auch an Neueinsteiger, weil u.a. diachrone strukturelle Bestandsaufnahmen (der Ausstellung, der Homepage) angestellt werden sollen, fuer welche spezifische Vorkenntnisse zu Feuchtwanger nicht erforderlich sind.
mehr ... - Wintersemester 2008 / 2009
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Thema: Agentur-Meldungen zum 50. Todestag von Lion Feuchtwanger am 21.12. 2008
Eine Nachricht ist eine Ware und eine schnell verderbliche dazu. Wichtigste Produzenten dieser Ware sind Nachrichtenagenturen, die den Globus mit tausenden von Korrespondenten, freien Mitarbeitern und Informanten überzogen haben. Keine Tageszeitung kommt ohne Agenturen
aus, keine überregionale Nachrichtensendung kann ohne deren Meldungen und Berichte hergestellt werden. Journalisten und Verantwortliche solcher Agenturen müssen das Gespür für das Besondere und Relevante haben. Sie fungieren als "gatekeeper". Sie entscheiden darüber, welche Ereignisse mitteilenswert sind und welche nicht. Die großen Nachrichtenagenturen sind
Weltmeister der Kommunikation, doch über sie selbst und ihre internen Verfahrensweisen mit der Ware Nachricht erfährt man recht wenig.
Im Rahmen des Wochenendseminars werden Redakteure großer, in Berlin vertretener Agenturen über ihre Arbeit berichten. Bisher zugesagt haben der Stellvertretende Chefredakteur Thomas Rietig, AP (The Associated Press GmbH), Chefredakteur Hans-Jürgen Röder, epd (Evangelischer Presse-Dienst) und Chefredakteur Joachim Widmann, ddp (Deutscher Depeschendienst GmbH). Es wird auch die Frage diskutiert, ob der 50. Todestag von Lion
Feuchtwanger am 21.12.2008 ein mitteilenswertes Ereignis ist.
Dabei sieht der Zeitplan folgende Termine vor:
Donnerstag, 11. Dezember (14-16 Uhr c.t.): Einführung
Persönliche Anmeldung
Ziel des Seminars
Vorstellung der Referenten
Teilnahmebedingungen; Bewertung der Leistung
Samstag, 13. Dezember (10-16 c.t.): Deutschsprachige Agenturen
Vorstellung der Arbeits- und Vorgehensweise deutschsprachiger Nachrichtenagenturen.
Expertenbefragung.
Sonntag, 14. Dezember (10-16 c.t.): Internationale Agenturen
Vorstellung der Arbeits- und Vorgehensweise internationaler Nachrichtenagenturen.
Expertenbefragung.
Samstag, 20. Dezember (10-16 c.t.): Lion Feuchtwanger
Vorstellung des Lebens, der wichtigsten Werke und der Rezeption des im Exil verstorbenen Autors
Sonntag, 21. Dezember (11-14 c.t.): Matinee zum 50. Todestag von Lion Feuchtwanger
Streitgespräch mit Journalisten:
„Ist der 50. Todestag ein mitteilenswertes Ereignis?“
Vorführung des Spielfilms:
Goya – oder Der arge Weg der Erkenntnis, Regie: Konrad Wolf,
Spielfilm, DEFA 1971
Schlussdiskussion
MA-KS Med 6, Modul Medienanalyse, MA-KS Med 9/4, Modul Multimedia,
MA-KS Med 8, Modul Medienpraxis, MA-KS Med 10, Freie Profilbildung mehr ... - Sommersemester 2008
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Online-Journalist ist eine neue Berufsbezeichnung, die immer mehr in Verlagen, New Media Agenturen und internetaktiven Unternehmen vorzufinden ist. Wer als Online-Journalist arbeiten will, darf keine Berührungsängste haben - weder Menschen noch Computern gegenüber. Er
muss gewandt sein im persönlichen Gespräch, bei der Recherche und selbstverständlich auch in der Online-Kommunikation. Er recherchiert, organisiert, schreibt schnell und sicher, redigiert und bearbeitet, kommt mit der Technik klar, denkt ökonomisch und versteht unter Zeitdruck effektiv zu
arbeiten. Als Medienmacher fühlt er sich den Grundsätzen des Pressekodex verpflichtet. Neu gegenüber den traditionellen Medien ist, dass der
Online-Journalist die Aktivität seiner Nutzer einbezieht, Interaktives konzipiert und die Nutzerkommunikation organisiert und moderiert. Dabei reichen seine zu beherrschenden Schreibstile von einer kurzen, objektiven
Nachricht, über einen Newsletter bis hin zu einer ausführlichen, subjektiv verfassten Reportage.
Das angebotene Wochenendseminar verschafft einen Einblick in dieses weit umfassende und interessante Arbeitsgebiet. Durch Praxisvorträge von Medienexperten und -unternehmen werden Kernbereiche sowie Techniken des Handwerks vermittelt und direkt am aktuellen Thema „124. Geburtstag Lion Feuchtwanger“ von den Studenten umgesetzt und auf der Plattform
http://www.feuchtwanger2008.de veröffentlicht. Hierfür werden keine Vorkenntnisse zum Autor selbst vorausgesetzt. Ohne vorher je Feuchtwanger gelesen zu haben, soll die Schreibschule ihre Schüler in die Lage versetzen, Zeitungsberichte aus dem Jahr 1984 (zum 100. Geburtstag)
umzuschreiben in Online-Beiträge zum 124. Geburtstag am 7. Juli 2008 und diese termingerecht auf der Website http://www.feuchtwanger2008.de zu installieren.
Dabei sieht der Zeitplan folgende Termine vor:
29. Mai (14-16 Uhr): Vorbesprechung
Persönliche Anmeldung
Vorstellung der Referenten
Prof. Dr. Friedrich Knilli (Leitung)
26. Juni (14-16 Uhr): Einführung
Ziel der Schreibschule
Teilnahmebedingungen; Bewertung der Leistung
Dr. Marduk Buscher (Leitung)
28. Juni (10-16): Feuchtwanger
Dr. Jörg-Uwe Fischer, Öffentlichkeitsarbeit DRA Babelsberg
Dr. Michael Esser, Film
Christian Deutschman, Hörbuch
Maja Zehden, Israel
Frank Milschewsky, Aufbau Verlag
Dr. Marduk Buscher (Leitung)
29. Juni (10-16): Onlinejournalismus
N.N., IT + Media Group GmbH
Dennis Otrebski, Online
Diana Marossek, Presse-Agenturen
Dipl.-Medienberater Maak Fischer (Leitung)
Hausaufgabe: Zeitungsberichte aus dem Jahr 1984 (100. Geburtstag) umschreiben in Online-
Beiträge zum 124. Geburtstag am 7. Juli 2008
5. Juli (10-16): Redaktion
Besprechung und Überarbeitung der Hausaufgaben
Dr. Jörg-Uwe Fischer, Öffentlichkeitsarbeit DRA Babelsberg
Klaus Ries, Stellv. Redaktionsleiter Morgenpost u. Welt
Dr. Marduk Buscher (Leitung)
6. Juli (10-16): Online
Fertigstellung der studentischen Beiträge und Einbau in die Website http://www.feuchtwanger2008.de
Dennis Otrebski, Arbeitsgruppen
Dipl.-Medienberater Maak Fischer (Leitung)
7. Juli: Universitätsbibliothek der TUB
11 Uhr, Eröffnung der Mini-Buchausstellung zum 124. Geburtstag von Lion Feuchtwanger Lesung: „Der Schriftsteller im Exil“ von Lion Feuchtwanger
Erstvorführung der studentischen Online-Beiträge auf der Website http://www.feuchtwanger2008.de
Dr. Marduk Buscher (Leitung) mehr ... - Wintersemester 2007 / 2008
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Wissenschaftler und Journalisten haben zwei Eigenschaften, die sie fast zu Zwillingen machen: Neugierde und Tratschsucht. Trotzdem sind die beiden leicht von einander zu unterscheiden. Journalisten verzichten auf Fußnoten – Wissenschaftler nie. Denn in den Fußnoten bringen die Wissenschaftler die Primärquellen zur Sprache, welche die Neuigkeit bzw. den Wahrheitsgehalt ihrer Story beweisen sollen.
In der ersten Hälfte des Wintersemesters wird in Experteninterviews der Frage nachgegangen, ob Journalisten sich Archivrecherchen für Kulturbeiträge heute überhaupt noch leisten können. Ob nicht der einfache Diebstahl bzw. die Freigabe von ungeprüften Internettexten und deren Kompilationen die Zukunft des Kulturjournalismus sind: Die Halbwahrheiten
von Wikipedia. Oder ob ein journalistischer Archivdienst wie Feuchtwanger2008 für Einsteiger der Medienbranche Sinn macht. Unsere Gäste und Interviewpartner sind junge Freiberufler der Kulturindustrie, leitende Journalisten, Medienkaufleute und Archivare.
In der zweiten Hälfte des Wintersemesters werden die Ergebnisse der Expertenbefragung in einer Überarbeitung der Website Feuchtwanger2008
umgesetzt. Aus der Expertenbefragung ergeben sich neue Kriterien für die Auswahl der Quellen bei Archivrecherchen. Diese werden erprobt im Archiv der Technischen Universität Berlin, an der Akademie der Künste, im
Landes- und Bundesarchiv und im Filmmuseum.
Mit Feuchtwanger2008 wenden sich TU-Studenten der Geistes- und Ingenieurwissenschaften an die Journalisten der Generation Internet, die professionell über Feuchtwanger schreiben wollen und deshalb schnell die wichtigsten und aktuellsten Fakten und Quellen brauchen. Sie wollen mit der Verbesserung des Archivdienstes Feuchtwanger2008 den weltweiten publizistischen Kampf Lion Feuchtwangers für den Sieg der Vernunft über Dummheit und Gewalt inErinnerung rufen und im World Wide Web erneuern. mehr ... - Sommersemester 2007
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Das Praxisprojekt wird in Kooperation mit dem Deutschen Rundfunkarchiv, Babelsberg, durchgeführt. Es werden in diesem Projekt audiovisuellen Quellen zum 50. Todestag (2008) des Altmeisters der modernen Unterhaltungsschriftstellerei (1884-1958) so ausgewählt, zusammengestellt und beschrieben, dass sie von Zeitungsjournalisten, Hörfunkmachern und TV-Gestaltern ohne großen Zeitaufwand benutzt werden können.
- Das Projekt besteht aus zwei Teilen, aus einem Feuchtwanger-“Mäppchen“ und einem monatlichen Newsletter im Internet
- Das „Mäppchen“ enthält ausschließlich ARD-Quellen
- Der Newsletter verweist auf Quellen in Archiven im In- und Ausland
- „Mäppchen“ und Newsletter besitzen dieselbe Gliederung der Quellen
- Das „Mäppchen“ wird im Mai 2008 ausgeliefert.
- Der Newsletter erscheint vom Juli 2007 bis zum Dezember 2008.
- Produzent des „Mäppchens“ ist das DRA, Babelsberg
- Produzent des Newsletters ist die TUB-Medienberatung
- Jeder Student kann an beiden Teilen des Projektes mitarbeiten.
Geplant ist auch der Besuch der Lion Feuchtwanger Library in Los Angeles und die Teilnahme an der Feuchtwangerkonferenz im September 2007, ebenfalls in L.A..
Durchgeführt wird das Praxisprojekt mit 4 Stunden pro Woche, die auf die Arbeitsgruppen- und Plenumstermine verteilt werden. Donnerstags steht der Hörsaal H 3002 allen Projektmitarbeitern zwischen 12 und 14 Uhr und der Hörsaal H 3003A von 14-16 Uhr zur Verfügung.
Die Lehrveranstaltung ist ein Praxisprojekt, zugleich jedoch anrechenbar für folgende Bereiche: Historische Methoden (Pflicht im Diplom), Textanalyse (Pflicht im Diplom), Multimedia (WP im Master), Medienformen (WP im Master), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (WP), Interkulturelle Kommunikation (P im Diplom, WP im Master).
Vorläufige Plenumstermine
26. April 2007, 14:00 bis 16:00 Uhr
Einführung in die beiden Teile des Praxisprojektes und in den Stand der Exkursionsvorbereitungen (Dipl.-Medienberater Maak Fischer, Dipl.-Medienberater Ümit Teke, Dr. Peter-Paul Schneider, DRA)
3. Mai 2007, 13:00 bis 15:00 Uhr
Besuch des Deutschen Rundfunkarchivs Babelsberg
10. Mai 2007, 12:00 bis 14:00 Uhr
Prof. Dr. Friedrich Knilli, Leben und Werk von Lion Feuchtwanger (1884 bis 1958)
mehr ... - Wintersemester 2006 / 2007
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In Kooperation mit dem Deutschen Rundfunkarchiv, Babelsberg und dessen Leiter Dr. Peter-Paul Schneider
Ein Lehr- und Forschungsprojekt zu Archivdiensten und deren Medien
Im Sommersemester 2006 waren leitende Archivare aus Babelsberg, Berlin, Potsdam und Baden-Baden zu Gast. Sie stellten ihre Sammlungen vor und diskutierten mit den Studenten die Möglichkeiten und Grenzen, Bestände zu vernetzen und per Internet zur Verfügung zu stellen.
Im Winter 2006/2007 und im Sommer 2007 sollen nun Hinweisdienste untersucht werden, die Archivare zu aktuellen Themen mit verschiedenen Medien anbieten. Dabei geht es sowohl um die Auswahl der Quellen als auch um deren mediale Präsentation. Denn Gelehrte beispielsweise benötigen Quellen, mit denen sie wissenschaftliche Hypothesen begründen und Theorien verifizieren wollen. Journalisten suchen Quellen, die sie in ihrem Medium schnell wiedergeben können, schriftliche und fotografische Beweise für Printmedien, Tonaufnahmen und kinematographische Aufzeichnungen für AV-Medien. Ja, und die Ermittler in einem Streitfall, etwa der Rechtsanwalt und der Staatsanwalt, können nur mit vom Gericht zugelassenen Beweismitteln und Quellen eine Anklage zurückweisen oder begründen.
Diese Auswahl-, Gestaltungs- und Medien-Probleme von Archivdiensten werden in einem speziellen Lehr- und Forschungsprojekt mit dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA), Babelsberg medienwissenschaftlich untersucht. Gegenstand sind die mit verschiedenen Medien angebotenen Termin- und Hinweisdienste des DRAs Babelsberg. Und Untersuchungsziel ist, diese Dienste so zu verbessern, dass künftig Medienhistoriker, Journalisten und vielleicht sogar Staatsanwälte schnell und effektiv damit arbeiten können. Dieses Projekt ist also eine Mischung aus empirischer Marktforschung und medienpraktischer Arbeit und läuft, wie gesagt, über zwei Semester.
Im Winter 2006/07 wird damit begonnen, eine vom DRA hergestellte und bereits ausgelieferte Auswahl von Print- , Audio- und Bild-Quellen zum 50. Todestag Brechts (1956) mit empirischen Methoden zu evaluieren. Die bei diesem Brecht-„Mäppchen“ gewonnen Ergebnisse werden danach im Sommer 2007 dazu verwendet, um eine optimale Auswahl von Archivquellen für den 50. Todestag von Lion Feuchtwanger im Jahr 2008 zu begründen und für diese eine nutzergerechte und medienadäquate Präsentationsform zu entwickeln. Die für Zeitungsmacher ausgewählten Printquellen sollen in kleinen Broschüren erscheinen. Auf die für Radiomacher interessanten Tonzitate wird per CD hingewiesen; für deren Herstellung ist ein Treatment zu schreiben. Ein DVD-„Drehbuch“ für Kino- und TV-Quellen, mit denen Fernsehjournalisten etwas anfangen können. Und die für Internetpublizisten brauchbaren Quellen sind die Bausteine eines Website-Entwurfes. Die technische Umsetzung dieser verschiedenen expositorischen Manuskripte ist aber nicht mehr Gegenstand der Lehrveranstaltung im Sommer 2007, die Produktion der Druckschriften, CDs, DVDs und der Website erfolgt danach durch das DRA, Babelsberg.
Die Wahl der beiden Schriftsteller ist nicht zufällig. Denn der Jude Feuchtwanger und der Kommunist Brecht waren Antifaschisten und mussten 1933 emigrieren. Sie trafen sich in Hollywood wieder. Brecht kehrte nach Berlin zurück. Feuchtwanger nicht, aus Angst, dass ihm die Wiedereinreise in die USA verweigert würde. Er starb 1958 in Kalifornien. Aber beide waren linke Vorzeigeschriftsteller der DDR, und deshalb gibt es für beide sehr viele AV-Quellen im DRA, Babelsberg, das die Hörfunk- und TV-Bestände der DDR betreut. Auch an der TUB und im Archiv der Akademie der Künste lagern Quellen zu Feuchtwanger, die zum 100.Geburtstag für eine gemeinsame Veranstaltung der beiden Westberliner Einrichtungen aufbereitet wurden. Es gibt Quellen im Filmmuseum Berlin, in Potsdam, in der Feuchtwanger Memorial Library an der University of Southern California und im Archiv der Feuchtwanger Villa Aurora in Los Angeles.
Arbeits- und Zeitplan für das Wintersemester 2006/07:
Freitag, 28. Oktober 2006, 16 bis 18 Uhr: Einführung
Prof. Knilli erklärt das Konzept des Lehr- und Forschungsprojektes Archivdienste. Dr. Schneider, Leiter des Deutschen Rundfunkarchivs, stellt den Hinweisdienst des DRA vor, insbesondere die Medien zum 50. Todestag von Bertolt Brecht. Dipl.-Medienberater Maak Fischer erläutert die praktische Durchführung des Projektes. Und Dipl.-Medienberater Ümit Teke beantwortet alle Fragen zur Vergabe von Scheinen und zur Anrechnung im Diplom-Studiengang Medienberatung und in Studiengängen anderer Fächer (Bachelor, Master).
Blöcke vor dem Jahreswechsel, freitags, jeweils 4 Stunden (16-20)
01. 12. 2006
Knilli: Einführung in die Summative und Formative Evaluation (Plenum 16-18). Knilli: Vorbereitung der Befragung (Plenum 18-20).
08. 12. 2006
Plenum: Zu Gast sind Journalisten, Medienhistoriker und Juristen, denen das Brecht- „Mäppchen“ vorgestellt wird (16-18 Uhr). Arbeitsgruppen im PC-Pool: Einzelbefragung der Gäste zum „Mäppchen“ (18-20 Uhr).
15. 12. 2006
Arbeitsgruppen: Ausarbeitung des schriftlichen Fragebogens an die 500 Empfänger des „Mäppchens“. Es soll herausgefunden werden, ob das DRA-„Mäppchen“ benutzt wurde, etwa bei der Berichterstattung über die Premiere der „Dreigroschenoper“ mit dem deutschen Rockstar Campino am 11. August im Admiralspalast (Künstlerische Leitung Klaus Maria Brandauer, „Brandauer goes Brecht“), oder bei dem großen Brecht-Fest des Berliner Ensembles in der Zeit vom 12. August bis 3. September (16-18). Plenum: Schlußredaktion des Fragebogens. Übergabe an das DRA zur Verschickung (18-20).
Blöcke nach dem Jahreswechsel, freitags, jeweils 4 Stunden (16-20)
26. 01. 2007
Plenum: Sichtung der schriftlichen Umfrageergebnisse (16-18). Arbeitsgruppen: Auswertung per SPSS (18-20).
02. 02. 2007
Plenum: Umsetzung der Befragungsergebnisse (16-18). Arbeitsgruppen: Entwicklung von Entwürfen für die Print-Quellen-Broschüre, für die Tonquellen- CD, für die Bildzitate- DVD und für die Website (18-20).
09. 02. 2007
Plenum: Zu Gast sind Journalisten, Medienhistoriker und Juristen, welche die von den Arbeitsgruppen vorgestellten Entwürfe zur Präsentation der verschiedenen Feuchtwange-Quellen kommentieren und evaluieren (16-20).
Freitag, 16. Februar 2007, 16 bis 18 Uhr:
Arbeitsgruppen: Es wird ein Arbeitsplan für die Semesterferien und das SS 2007 entwickelt. Dabei geht es u.a. um Archivrecherchen in L. A. und um eine Präsentation des Projektes auf der nächsten Tagung der Internationalen Feuchtwangergesellschaft, 2007 in LA (16-18) Plenum: Diskussion der verschiedenen Vorschläge und Abstimmung über einen gemeinsamen Arbeitsplan. mehr ... - Sommersemester 2006
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Moderatoren: Dipl.-Medienberater Maak Fischer und Dipl.-Medienberater Ümit Teke
Neue Informations- und Kommunikationstechnologien werden nicht nur als nützliche Verständigungshilfen verstanden und geschätzt, was sie ja praktisch immer waren und auch in Zukunft bleiben, sondern bekommen dann und wann auch den Status einer "zweiten Wirklichkeit" verliehen, in der Diskussion gebildeter Laien. Es gibt nicht wenige Medienphilosophen, die diesen "Begriff" zu einer Ontologie und Metaphysik der Medien ausbauen, selbstverständlich begleitet von der berufsmäßigen Talk Show Rhetorik.
Aber um diese kultur- und medienphilosophischen Unterhaltungen, so geistreich sie auch scheinen mögen, geht es im Sommersemester nicht, sondern um eine erste nüchterne medienwissenschaftliche Bestandsaufnahme der Internettechniken, die einen direkten Zugriff auf die Primärquellen in den Archiven erlauben.
Meine Gäste haben beruflich mit Archiven in Berlin, Potsdam, Baden-Baden und Graz zu tun. Sie werden ihre Sammlungen vorstellen und mit den Teilnehmern der Lehrveranstaltung über die Möglichkeiten und Grenzen diskutieren, Bestände zu vernetzen und per Internet zur Verfügung zu stellen, etwa mit Hilfe von Online-Findmitteln, Suchmaschinen und Portalen für Medienhistoriker, aber auch für Medienmacher, insbesondere für junge Dokumentarfilmer, deren Vorbilder Alexander Kluge sind, Horst Königstein, Heinrich Breloer und Guido Knopp.
mehr ... - Wintersemester 2005 / 2006
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Es kann an dieser Übung nur teilnehmen, wer an einem Text sitzt und davon überzeugt ist, dass er ihn mit meiner Hilfe und im Gespräch mit den Kommilitonen im Lauf des Winters stilistisch deutlich verbessern kann.
Dieser Text muss eine Woche vor der Besprechung vorgelegt werden. Das sind die einzigen Teilnahmebedingungen.
Denn welcher Texte vorgestellt wird, kann jeder Teilnehmer allein entscheiden. Die Texte können das Niveau von Entwürfen besitzen, aber auch fertige Manuskripte sein, die einen letzten Schliff brauchen. Inhaltlich kann es sich um Referate handeln, um Projektbeschreibungen, aber auch um Kapitel aus einer im Entstehen befindlichen Diplomarbeit, um Bewerbungen mit Lebenslauf, um Buchbesprechungen und Filmkritiken. Und selbstverständlich sind auch alle eingeladen mitzumachen, die sich als künftige Erzähler, Romanschriftsteller, Hörspielautoren, Dramatiker und Drehbuchautoren verstehen. Weitere Einzelheiten finden sie im Internet unter http://www.schule-des-schreibens.blogspot.com. mehr ... - Sommersemester 2005
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Es ist der Charme wohlgebildeten Staubs,
der Wissenschaftler dazu bringt, näher hinzusehen und das vom Staub verdeckte freizulegen. Das WorldWideWeb hat bereits Staub angesetzt und Schichten gebildet. Für die Medienberatung der TU begibt sich ein Expeditionsteam in die Ruinen des Internets und sucht nach den Resten vergangener Webseiten. Möglicherweise wird dabei sogar ein Schatz gehoben!
In diesem Praxisseminar begeben sich die Teilnehmer auf eine archäologische Expedition ins Internet. Wir schwärmen aus auf dem virtuellen Grabungsgelände und durchsuchen systematisch die relevanten Abschnitte des Cyberspace. Die Teilnehmer legen Forschungstagebücher als Blogs an, und tauschen online ihre Ergebnisse aus. Gemeinsam entwickeln wir die Struktur der Fundstückedatenbank und füllen diese mit unserer Beute. Das Dokumentieren, Kategorisieren und Kommentieren der Fundstücke führt uns zum Expeditionsziel:
verstaubte, verlassene, verwitterte, frühe Webseiten finden und bewerten der Versuch einer Dokumentation über globalen Cybermüll eine Internetausstellung mit weltweiter Beachtung
Unterstützung findet das Expeditionsteam durch Internetexperten per Telekommunikation. Seminarsprachen sind Deutsch und Englisch, Sprecher anderer Sprachen sind willkommen! Im Seminar gibt es eine Einführung "Programmieren fürs Internet". Die Teilnehmer unterstützen sich gegenseitig im Umgang mit Html, Css, Javascript, Php, Sql und Flash.
"Die Geschichte der Ruine erlebt gegenwärtig eine neue Phase, nämlich im Internet: Wie oft stößt man auf Seiten, die schon ein, zwei, mehrere Jahre nicht mehr "gepflegt" wurden. Oder Seiten, die mit großen Ankündigungen starten, dann aber nach zwei, drei Klicks im Nichts enden. Seiten, die, bevor sie je fertig wurden, schon wieder aufgegeben sind. Bald werden solche Internet-Ruinen, vergleichbar klassischen Bauruinen, auf ihre Art Patina ansetzen: Sie werden als antiquiert auffallen, sobald sich die Webästhetik ändert oder neue User-Techniken üblich werden. Dann werden sie auch Schaulustige anziehen, und es wird Linklisten geben, die auf die skurrilsten Ruinen aus der Frühzeit des Internet verweisen. Und schon läßt auch so etwas wie ein Denkmalschutz für alte Websites nicht mehr auf sich warten...
Auf jeden Fall: Es ist ein typisches Phänomen des Internet, daß so viel Unfertiges und Aufgegebenes dort "herumliegt". Und warum sollte man nicht schon einmal damit beginnen, Links zu den grandiosest "verkommenen" Sites zu sammeln? Und dabei Formen des Scheiterns untersuchen (vgl. meine Idee "Flops"!)? Sich Gedanken darüber machen, ob und wie sich die Geschichte des Internet einmal im Medium selbst abbilden wird und auch abbilden soll. Und ob es nicht sogar wichtig ist, alte Seiten zu "schützen" und dafür z. B. die Domain-Kosten zu übernehmen? Wer hätte also Lust auf eine Plattform unter http://www.internetruinen.de?" mehr ... - Wintersemester 2004 / 2005
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Der Hintergrund
Im Januar 2005 wird der WDR zum 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz die in der medialen Öffentlichkeit aber auch im privaten Kreis viel diskutierte TV-Serie "Holocaust" erneut ausstrahlen. Im Rahmen des Praxisprojekts "Medium Ausstellung II" entwerfen und entwickeln wir eine Internet-Ausstellung, die dieses Fernsehereignis medienpädagogisch begleitet und nachbereitet und am 27. Januar 2004 in den Räumen des WDR eröffnet wird.
Betreuung und Unterstützung für die Umsetzung ihrer Ausstellungsideen erfahren die studentischen Arbeitsgruppen von Fachleuten des Ausstellungsbüros x:hibit, aber auch von Kultur- oder Medieninstitutionen wie dem Westdeutschen Rundfunk oder dem Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam. Ein weiterer Projektpartner ist die Konrad-Wolf-Hochschule für Film und Fernsehen: Hier arbeiten Studenten in einer Studie über das Verhältnis der heutigen Rezeptionsgewohnheiten und dem TV-Serial "Holocaust" von 1979. Und schließlich beteiligt sich mit maaketgimmicks ein Büro für Mediendesign und Internetprogrammierung an der Umsetzung.
Fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in der BRD (48 %) sah 1979 die vier Folgen der TV-Serie "Holocaust". Die öffentliche Resonanz war groß und intensiv. Doch schon 20 Jahre später müssen Alphons Silbermann und Manfred Stoffes auf der Grundlage einer repräsentativen gesamtdeutschen Befragung erschreckend feststellen, dass jeder fünfte Jugendliche nicht mehr weiß, "wer oder was" Auschwitz war oder ist.
Die Aufgabe
Die Internet-Ausstellung will diesen Vergessensvorgang zumindest verlangsamen, indem sie das Konzept von damals - die Ausstrahlung medienpädagogisch zu begleiten - übernimmt und mit den Mitteln der modernen Kommunikationstechnik umsetzt: Die Telefonzentralen und die Diskussionsrunden im Fernsehen werden in Foren und Interaktionen im Netz verwandelt. Bei unserer Online-Ausstellung handelt es sich um ein Marketing-Konzept, dass sich der Bildungsarbeit verschrieben hat.
Die Internetausstellung ist schon nach den ersten Entwicklungsschritten als Diskussionsforum angelegt, in dem die Stimmen des Jedermann gehört und präsentiert werden. Auf der Veranstaltung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Offenen Kanäle forderte Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung), "dass auch in den so genannten Neuen Medien Offene Kanäle, öffentlich und frei zugängliche Medienangebote sich frei entfalten können." Die Projektgruppe geht einen Schritt in diese Richtung!
Die Ergebnisse
Während die Studenten mit dem Stofflieferanten, einem Grafiker, einem Programmierer und dem Ausstellungsprofi Johannes Krug ihre Ideen diskutierten, durchliefen sie die gestalterischen Etappen Expose, Treatment und visuelles Storyboard. Im kommenden Wintersemester wird es darum gehen, diese Vorstufen des "virtuellen Exponats" in einem technischen Storyboard zu konkretisieren, damit es auf der virtuellen Ausstellungsplattform, einer Informationsstruktur aus vitrinenartigen Kuben, platziert werden kann. Bisher entstanden beispielsweise eine Chat-Area, in der es um die Ausschwitzlüge geht, eine interaktive Zeitzeugencollage oder ein Guiding-System, in dem der Besucher als Quartettspieler an die Inhalte herangeführt wird. Der Guide durch die Internetausstellung ist ein rosa Kaninchen; damit spielen seine Erfinder Julian Wolf, Jana Geittner und Heike Kochendorfer auf die Trilogie von Judith Kerr an, deren erster Teil "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" die Geschichte einer emigrierenden Familie jüdischen Glaubens erzählt. Sobald der Besucher die Internetplattform "betritt" bietet der kleine Gefährte seine Hilfe an. Er gibt Hinweise auf die Inhalte der Ausstellungskuben und fordert den Teilnehmer auf, in den Inszenierungen nach kleinen Symbolen zu suchen, hinter denen sich jeweils eine Quartettkarte verbirgt. Inszenierungen, in denen die Zeitzeugen der Erstausstrahlung zu Wort kommen und in denen es um die Rezeption der Serie geht, wurden von Sven Töllner und Jörg Ekkert entwickelt. Während Jörg Ekkert eine Art Presseecho aus Stimmen verschiedener Prominenter anbietet, stellt Sven Töllner die Filme "Holocaust" und "Jud Süß" gegenüber. Der Soundkünstler will mit dieser Montage von Tonsequenzen und dem Filmmaterial eine Aura des Irrealen entstehen lassen, die den bizarren Charakter der Zuschauerreaktionen verstärkt.?
Die Studentinnen Susanne Högemann und Sonja Landuyt bieten dem Besucher eine Zusammenfassung der Holocaust-Serien an, die in ihrer Umsetzung die Tatsache aufgreift, dass 48 % der deutschen Bevölkerung "Holocaust" sahen. Durch verschiedene Zimmerfenster, die auf der Hälfte der Kubenfronten liegen, kann der Besucher ein Wohnzimmer betreten und in einer 70er-Jahres-Atmosphäre ausgewählte Filmsequenzen sehen, die einen schnellen aber auch individuellen Eindruck von der Geschichte der Familien Weiss und Dorf vermittelt. Die Arbeitsgruppe von Maja Blatt, Stella Goffenberg und Jana Wolotschy hat sich der Figur der Anna Weiss verschrieben. Sie thematisiert das Schicksal des jungen Mädchens, die nach einer Vergewaltigung durch SS-Männer verstummt und in der Nervenheilanstalt Hadamar als Geisteskranke vergast wird. Die Vergewaltigungsszene aus dem Film wird mit einem Zitat aus den Nürnberger Rassengesetzen konfrontiert, worin der sexuelle Kontakt zwischen Ariern und Nichtariern verboten wird. Es ist offensichtlich, dass hier die perfide Gewaltbereitschaft des NS-Regimes angeprangert wird.
Die Inszenierung "Holocaust vs. Shoa" verfolgt einen etymologischen Ansatz. In einem Wissensspiel erfährt der Besucher des Kubus von Lars Klebow, Jens Ludwig und Isa Tozmann, was Holocaust und Shoa ursprünglich bedeuten bzw. bezeichnen.
Schlussendlich wird eine Inszenierung entwickelt, die das Lebenswerk des Mediensoziologen Alphons Silbermann präsentiert. Nicht nur, dass es hier darum geht Silbermanns Weg fortzusetzen, indem gegen das Vergessen angearbeitet wird, hier findet sich die Anbindung an das Moses-Mendelssohn- Zentrum in Potsdam, welches das Material für die Inszenierung stellt. Außerdem findet in den Räumen des Instituts der Pretest statt, indem die Studenten der TU Berlin ihre Ausstellung den Kollegen und Kolleginnen aus Potsdam präsentieren.
Der Ausblick
All diese Inszenierungen zu erweitern und mit anderen Ideen zu ergänzen, ist Aufgabe der Projektgruppe im Wintersemester 2004/2005. Eine mögliche Erweiterung wäre beispielsweise, die Integration von privaten Sammlungsstücken verschiedener User. In einem entsprechenden Forum könnten sie die Ausstellungsmacher über ihre privaten Bestände informieren und die Online-Ausstellung mit Abbildungen oder ähnlichen "Leihgaben" in ein virtuelles Archiv verwandeln. Eine andere Interaktion, die ausgearbeitet werden kann, ist eine Art Suchmaschine, die das Guiding-System erweitert: Je nach Schlagworteingabe sollen sich die Kuben hierbei in einer ganz persönlichen Reihenfolge anordnen und den Besuch zu einer einzigartigen Situation machen.
Der Aufruf
Wir begrüßen jeden Kopf, der seine kreativen, kritischen und inspirierenden Gedanken einbringt! mehr ... - Sommersemester 2004
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Friedrich Knilli, Johannes Krug und Tina Schmitz
in Kooperation mit x:hibit, dem WDR in Köln, dem Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam, der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf, Babelsberg, mit dem Offenen Kanal Berlin, Ereignisfernsehen und mit Marc Fischer, Leiter der studentischen Projektwerkstatt "E-Learning"
Im Internet existieren virtuelle Institutionen, virtuelle Bibliotheken, virtuelle Universitäten. Auch vor Museen und Ausstellungen macht die Virtualität nicht halt. Allerdings geht es dabei meistens um den Internetauftritt eines Museums, das seine Ausstellung im Netz ankündigt und vorstellt.
Die in diesem Seminar zu gestaltende Internet-Ausstellung hat kein reales Pendant. Daher bedeutet sie Freiheit im konzeptionellen Prozess und verlangt gleichzeitig eine sehr genau durchdachte Verbindung zwischen Realität und Virtualität.
Sie wird sich in einem fiktiven Raumkonzept präsentieren, in dem sie ihre Eigenschaft als Medium - nämlich eine Mixtur aus Live- und Speichermedien zu sein - ausschöpfen soll.
Im Rahmen des 2-semestrigen Praxisprojektes wird es darum gehen, in Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten eine ansprechende Mischung aus Text-, Ton- und Bilddokumenten zu erarbeiten und sie für ihren Webauftritt vorzubereiten.
Inhaltlicher Hintergrund ist die Auschwitz-Rezeption seit der Befreiung dieses größten nationalsozialistische Vernichtungslager durch die Rote Armee vor nahezu 60 Jahren. In diesem KZ bei Krakau wurden mehr als eineinhalb Millionen Menschen ermordet, entsprechend ist in den 60 Jahren der Name "Auschwitz" zum Symbol für die Naziverbrechen insgesamt und zum Synonym für den Völkermord an den europäischen Juden geworden. Höhepunkt dieser Auschwitz-Rezeption war die amerikanischen Familienserie "Holocaust", mit der der WDR vor 25 Jahren eine neue Phase der Geschichtsdarstellung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einleitete.
Schon vor der Ausstrahlung wurde "Holocaust" verrissen. Das Serial verkitsche den deutschen Massenmord an den europäischen Juden, es trivialisiere Auschwitz und sei mit seinen Aufnahmen von zitternden splitternackten Frauen in der Gaskammer Pornographie schlimmster Art. Aber die Gegner blieben eine Minderheit. Fast die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung in der BRD (48 %) sah "Holocaust". Und vier Abende reichten aus, dass westdeutsche Familien sich plötzlich und höchst schmerzhaft ihrer eigenen Geschichte erinnerten, was aber nicht von langer Dauer war. Denn schon zwanzig Jahre später müssen Alphons Silbermann und Manfred Stoffes auf der Grundlage einer repräsentativen gesamtdeutschen Befragung feststellen, dass jeder fünfte Jugendliche nicht mehr weiß, "wer oder was" Auschwitz war oder ist.
Inwiefern dieser komplexe Rezeptions- und Tradierungsvorgang in dem Medium Ausstellung Ausdruck finden und im virtuellen Raum es http://www.erfassbar gemacht werden kann, erfahren die Studierenden im Seminar mit Unterstützung eines Ausstellungsprofis. Ferner wird es darum gehen, das Konzept des Web-Auftritts Fachleuten vorzustellen.
Das Praxisprojekt abschließend wird es eine Vernissage geben, zu der sowohl der WDR als auch am TV-Serial direkt Beteiligte geladen werden.
Somit wird das Praxisprojekt den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Vermittlung von Inhalten in unterschiedlichen Medien liefern und gleichzeitig einen Eindruck davon vermitteln, was es heißt ein Projekt in der Medienlandschaft, vor Fachleuten und Kollegen zu vertreten.
Bedingung für den Erwerb eines Testates ist die regelmäßige Anwesenheit sowie die Mitarbeit in einer Arbeitsgruppe, für den Teilnameschein sind schriftliche Leistungen erforderlich. Leistungsscheine werden vergeben, wenn die Entwicklung eines virtuellen Exponats durchgeführt und schriftlich dokumentiert wurde. mehr ... - Wintersemester 2003 / 2004
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Die Herstellung von Kinofilmen und Fernsehprogrammen kostet - in welchem Land auch immer - sehr viel Geld. Um es nicht zu verlieren, sondern es mit einem über einer Bankverzinsung liegenden Gewinn zurück zu bekommen, müssen Millionen von Menschen gerne Geld für den Besuch einer Vorführung im Kino ausgeben. Das ist beim Fernsehen nicht anders, nur anders geregelt. Deshalb möchte der Geldgeber vom Produzenten schon bei der ersten Idee zu einem Projekt wissen, ob er daraus ein Produkt herstellen wird, welches das leistet. Der Produzent wird selbstverständlich mit der Überzeugungskraft eines Wahrsagers behaupten, dass sein Vorhaben Gewinne einspielen wird. Aber eine Garantie kann er dafür nicht geben. Das Risiko bleibt beim Geldgeber. Diese Angst vor einer finanziellen Katastrophe gibt es beim Fernsehen seit über 50 und beim Kino seit über 100 Jahren.
Um das Risiko zu vermeiden oder wenigstens nur zu verkleinern, wurden im Laufe der Kino- und Fernsehgeschichte sehr verschiedene Verfahren entwickelt, erprobt und einzeln oder in verschiedenen Kombinationen benutzt. Sie lassen sich ohne großen Systemzwang in vier Gruppen zusammenfassen:
1. Risikominderung durch die Einbeziehung von Zuschauerforschung.
2. Risikominderung durch die Zusammenarbeit mit Autoren, Regisseuren und Darstellern (Stars) bereits erfolgreicher Projekte.
3. Privatwirtschaftliche Finanzierungsmodelle, die das Risiko dadurch verkleinern, dass es auf mehrere Geldgeber verteilt wird.
4. Staatliche Fördermittel und Steuerbegünstigungen.
Im ersten Teil unserer Lehrveranstaltung geht es um Evaluationsverfahren, die bereits in der Frühzeit des Tonfilms unternommen wurden, um das finanzielle Risiko durch die Einbeziehung von Zuschauerforschung zu verkleinern. Anhand des Buches "Hollywood looks at its audience" von Leo A. Handel aus dem Jahre 1950 werden Verfahren vorgestellt und diskutiert, die dazu dienten, ein Projekt vor, während und nach der Produktion auf seine Publikumswirkung zu prüfen.
Die Pre-Production-Tests bestanden u.a. aus Story und Casting Tests. Erst wenn deren Ergebnisse vorlagen, wurde über die Aufnahme der Produktion entschieden. Fielen die Storytests und Casting Tests nicht zufriedenstellend aus, wurden die Besetzungsverhandlungen abgebrochen oder der Stoff nicht weiter bearbeitet.
Die Tests während der Produktion wurden dazu benutzt, den Spielfilm an die Erfahrungen und an das Wissen des Zielpublikums anzupassen. Für diese formative Evaluationen wurden kontinuierlich Like und Dislike Entscheidungen mit dem Program Analyzer während der Rohschnittvorführung aufgezeichnet; gemessen wurde der Hautwiderstand, die Herzfrequenz, manchmal auch die Atmung zur Bewertung der Gefühlsbeteiligung. Fielen die Produktionstests schlecht aus, wurde entweder das Produkt solange verändert, bis in den Tests ein ausreichend großes Maß an Akzeptanz erzielt wurde (formative Evaluation) - oder die Produktion wurde gestoppt.
Im Post-Production-Test wurde mit Hilfe von Focus-Gruppen oder telemetrischen Messungen entschieden, auf welchem Markt und in welchem Programm ein so entstandenes Produkt gezeigt werden soll und welche Werbung und PR-Maßnahmen für die Premiere erforderlich sind.
Leo Handel warnt 1950 nachdrücklich davor, solche Testergebnisse mechanisch anzuwenden. Psychologische und soziologische Messungen können künstlerische Begabung und Erfahrung nicht ersetzen. Handel: "Casting and story tests can be conducted for producers, directors, or other members of a producing unit. And the purpose of such tests is not to compete with the judgment of men who make pictures, but to supplement it. If, for artistic reasons, a less popular story is considered for a motion picture, producers and directors should not be discouraged from going ahead with it. A new star is rising, he should be given full opportunity to develop, even if casting tests may show a preference for a name that is already well accepted. The result of a research study is not the final word in a motion picture production, but it should be a guide." (Leo A. Handel, S. 34)
Was von dieser amerikanischen Zuschauerforschung der Dreißiger und Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts heute und hier noch brauchbar ist, soll in kleinen Versuchen erprobt und in ausführlichen Experteninterviews erörtert werden.
Befragt werden Drehbuchautoren, Regisseure, Produzenten, Filmbanker, staatliche Filmreferenten, Direkt-Marketing-Spezialisten und Medienpsychologen. mehr ...


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